Wie gut ist Ihre Durchblutung?

Blut versorgt unseren Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen – 24 Stunden am Tag, ein Leben lang. Dabei kann es im Laufe der Jahre zu Ablagerungen oder Beschädigungen an den Gefäßwänden kommen, mit lebensgefährlichen Folgen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder massiven Durchblutungsstörungen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, bieten die Ärzte in der MRT-Akademie hochmoderne Vorsorgeuntersuchungen an.

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Gefäßerkrankungen sind sehr weit verbreitet. Zur Risikogruppe gehören vor allem folgende Personen:

  • Raucher
  • Patienten, die bereits wegen Angina Pectoris in Behandlung sind
  • Männer ab dem 40. Lebensjahr
  • Frauen nach den Wechseljahren, spätestens ab dem 50. Lebensjahr
  • Jüngere Frauen, die die Antibabypille nehmen und rauchen
  • Personen mit hohem Blutdruck
  • Zuckerkranke (Diabetes mellitus)
  • Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten
  • Personen, die viel negativem Stress ausgesetzt sind
  • Menschen mit familiärer Vorbelastung

pulmo076

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

MRT-Angiographie der Gefäße

Mit der MRT-Angiographie (MRA) lassen sich sämtliche Gefäße des Körpers ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen darstellen. Bei der Untersuchung von Venen spricht man von einer Phlebographie.

Die Gefäßdarstellung im MRT ist ohne Kontrastmittel möglich. Eine bessere Aussagefähigkeit ist aber je nach Körperregion unter Injektion eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels zu erreichen. Bei einer Angiographie werden Ablagerungen und Engstellen (Stenosen) für den Arzt gut sichtbar abgebildet. Aufspüren lassen sich damit auch gefährliche Aussackungen bzw. Erweiterungen der Arterien, sogenannte Aneurysmen, die plötzlich reißen und zu lebensbedrohlichen Blutungen führen können. Erkennbar sind bei dieser Untersuchung außerdem Fehlbildungen oder Varianten der Norm (z.B. AV-Malformation, doppelte Nierenarterie), Verletzungen oder erworbene Fehlbildungen (z.B. Fisteln, Umgehungskreisläufe).

CT-Angiographie der Gefäße

Die Blutgefäße des Körpers können mithilfe der Computertomographie hervorragend dargestellt werden. Dabei wird ein Röntgen-Kontrastmittel in den Blutkreislauf injiziert. Auch zur Darstellung der Arterien muss das Kontrastmittel nur in eine Vene eingebracht werden. So können diverse krankhafte Veränderungen aller Arterien und Venen im Körper schnell und komplikationsarm diagnostiziert werden.

Bei der CT-Angiographie können folgende Gefäßveränderungen dargestellt werden:

  • Alle Veränderungen der Aorta, darunter Verengungen (Stenosen), Erweiterungen (Aneurysmen), Entzündungen, Risse
  • Verengungen oder Verletzungen der Halsschlagadern
  • Verengungen oder Erweiterungen der im Gehirn gelegenen Gefäße
  • Verengungen der Nierenarterien
  • Anatomie der Leberarterien, etwa vor einer Lebertransplantation
  • Verengungen der Unterschenkelgefäße (Schaufensterkrankheit)
  • Nachweis oder Ausschluss von Thrombosen
  • Lungenembolien

Die Stärken dieses Verfahrens: Dank kurzer Untersuchungszeiten und dem Verzicht auf ein starkes Magnetfeld eignet es sich für besonders unruhige Patienten oder Menschen mit Herzschrittmacher, falls sie nicht ins MRT dürfen.

Wir bitten Sie, uns rechtzeitig vor der Verabreichung des Kontrastmittels über eine etwaige Nierenfunktionsstörung, eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Schwangerschaft oder Allergien zu informieren.

Ergänzende Informationen

Wie bereite ich mich auf die Untersuchungen vor?

Zunächst einmal sollten Sie Kontakt mit uns aufnehmen. Denn welche Untersuchung im Einzelfall sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer persönlichen Analyse sagen. Gemeinsam planen und besprechen wir dann mit Ihnen das individuell richtige Vorgehen.

Kostenübernahme durch die Krankenkassen
Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Vorsorgeuntersuchung meist in voller Höhe. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten nur teilweise oder in begründeten Einzelfällen auf Anfrage. Beim Stellen eines Kostenerstattungsantrags helfen wir Ihnen gerne.