Darmkrebsvorsorge ohne Endoskopie

colon007Jährlich erkranken in Deutschland rund 70.000 Menschen an Darmkrebs. Trotz der hohen Zahl gibt es einen positiven Aspekt: Darmkrebs ist bei neun von zehn Menschen heilbar, wenn der Tumor früh genug erkannt wird. Doch Vorsorgemöglichkeiten werden noch viel zu selten wahrgenommen. Dabei ist für die Diagnostik eine unangenehme Darmspiegelung gar nicht mehr erforderlich. Stattdessen nutzen wir mit der virtuellen Kolonographie ein Hightech-Verfahren, das ohne jeden Eingriff auskommt.

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Wie bei allen anderen Krebsarten auch, ist die Ursache nicht eindeutig. Sicher ist nur, dass etwa jeder 20. Mensch im Laufe seines Lebens an Darmkrebs erkrankt. Deshalb empfehlen wir allen Menschen ab dem 50. Lebensjahr, die sich eine Darmspiegelung ersparen möchten, die virtuelle Kolonoskopie.

Erhöhter Vorsorgebedarf besteht bei:

  • familiär gehäuftem Auftreten von Darmkrebs
  • Patienten, die an Entzündungen der Dickdarmschleimhaut leiden, zum Beispiel an Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn
  • Menschen, die viel Fleisch essen oder sich allgemein ungesund ernähren
  • erhöhtem Alkoholkonsum

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Bei der virtuellen Kolonographie tastet ein neues Hightech-Verfahren den kompletten Bauchraum optisch, also berührungsfrei, ab. Dafür setzen wir einen modernen Computertomographen ein, der gestochen scharfe Bilder liefert und sie mithilfe einer Spezialsoftware zuverlässig auswertet. So ersparen Sie sich in der Regel die bisher notwendige Darmspiegelung. Diese wird erst bei einem auffälligen Befund notwendig und kann ohne erneute Darmreinigung noch am selben Tag durchgeführt werden.

Ihre Vorteile:

  • Keine Narkose – Sie können die Praxis unmittelbar nach der Untersuchung wieder verlassen
  • Ein belastender Eingriff ist nicht notwendig
  • Geringe Strahlenexposition (Low-Dose-Technik)
  • Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten
  • Wird ein Kontrastmittel verabreicht, kann der gesamte Bauchraum mitbeurteilt werden

 

Kostenübernahme durch die Krankenkassen
Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Vorsorgeuntersuchung meist in voller Höhe. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten nur teilweise oder in begründeten Einzelfällen auf Anfrage. Beim Stellen eines Kostenerstattungsantrags helfen wir Ihnen gerne.